Sektion: Wettbewerb Spielfilm

BUBEN BARABAN

BUBEN BARABAN

Aleksey Mizgirev
Russland, 2009, 90 Min

Eine trostlose Bergbaustadt in Russland. Der illegale Handel mit dem Bestand der Leihbücherei beschert der unscheinbaren Bibliothekarin Jekaterina eine Liebesaffäre. Die auf einer Lüge fußt: Ihr Liebhaber verabscheut Diebstahl. Als Jekaterinas Bücherhandel auffliegt, verlässt er sie – mit dramatischen Konsequenzen. Anspruchsvolles Porträt unterschwelliger Grausamkeit.

Ithaca Film

Eine Bergbaustadt in Russland Ende der 1990er Jahre. Der Minenarbeiterstreik hat die Kleinstadt paralysiert, im Übergang von Plan- zu Marktwirtschaft blühen Korruption und Betrug. In dieser Welt verlorener Seelen lebt Yekaterina Artemovna. Die unscheinbare Frau hat ein „geballtes Herz“, wie ihr späterer Liebhaber feststellt. In ihrem einsamen Leben in einem kargen Gemeinschaftsapartment sind der einzige Lichtblick die Literatur und die Arbeit in der Stadtbibliothek.

Doch Yekaterina hat ein Geheimnis. Während sie einerseits Beschädigungen in den Leihbüchern unerbittlich verfolgt, verkauft sie selbst heimlich den Bestand der Bücherei auf dem nahe gelegenen Bahnhof, um sich etwas dazu zu verdienen. Eines Tages bringt ein Soldat ein Buch zurück – er hat es ihr im Zug abgekauft und an dem Bibliotheksstempel erkannt, dass es gestohlen wurde. Der Mann erkennt sie nicht wieder und beide beginnen eine Beziehung, die Farbe in Yekaterinas trostloses Leben bringt. Doch das Glück währt nicht lange. Als der Soldat Yekaterinas illegalen Bücherhandel entdeckt, verlässt er sie für ihre Kollegin. Yekaterinas Geduld mit dem Leben bricht in diesem Moment zusammen…

Minimalistisch und ausdrucksstark, mit der großartigen Hauptdarstellerin Natalya Negoda, erzählt der Regisseur von innerer und äußerer Leere und menschlicher Grausamkeit. Wie eine verdrehte Version des „Guten Menschen von Sezuan“ mutet diese Geschichte an und fragt, wie viel Ehrlichkeit in einer korrupten Welt möglich ist. CK

Filmformat
35 mm | Farbe / colour
Drehbuch
Aleksey Mizgirev
Kamera
Vadim Deev
Ton
Makar Akhpashev
Schnitt
Natalia Kucherenko
Ausstattung
Denis Shibanov
Darsteller
Natalya Negoda, Dmitri Kulichkov, Elena Liadova, Sergey Neudachin, Liubomiras Lauciavicius, Alexander Oblasov
Produzent
Ruben Dishdishian, Aram Movsesian, Sergei Danielian
Produktion
Ithaca Film
Kontakt
Central Partnership
Marina Trushina
Butikovsky per. 12/1, 13
119034 Moskva
Russia
Tel: +7.495.777 49 61
trushina.marina@centpart.ru
www.centpart.ru
Aleksey Mizgirev

Aleksey Mizgirev - geboren 1974 in Myski, Russland. Studierte Philosophie in Tomsk und besuchte 2004 einen Workshop von Vadim Abdrashitov an der Moskauer Filmhochschule VGIK. Sein Spielfilm KREMEN wurde als bestes Debüt beim „Kinotavr“ in Sochi ausgezeichnet.

Filme
SAMYE KOROTKIE VSTRECHI (1999, doc)
PROEZDOM (2001, short)
NINA (2001, short)
UVOLNENIE (2005, short, Cottbus 2005)
KREMEN (2007, Cottbus 2007)
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