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Arsenal

Arsenal

Oleksandr Dovzhenko
UdSSR (Ukraine), 1928, 93 Min

Elend, Krieg und Revolution – Ukraine 1918: Dovzhenkos dritter Spielfilm führt vom Grauen des Ersten Weltkriegs in den Umsturz des bestehenden Regimes. Stilisierte Schwarzweiß-Bilder und eine brillante Montage machen diesen Stummfilm zu einem Meisterwerk des sowjetischen Revolutionsfilms.

National Film Archive - Oleksandr Dovzhenko National Centre

Die Bevölkerung verelendet durch Feudalherrschaft und Militärwillkür. Immer mehr Männer verlieren ihr Leben in den Schützengräben. Nach dem verlorenen Weltkrieg wird der Ruf nach sozialen und politischen Veränderungen immer lauter. Ein Bündnis von Großgrundbesitzern, Militärs und Priestern möchte zwar eine unabhängige Ukraine, will aber die bestehenden Besitzverhältnisse aufrechterhalten. Dagegen wehren sich die Arbeiter. Sie fordern die „Sowjetmacht“, rufen den Streik aus und besetzen das Kiewer Munitionslager „Arsenal“ – sie kämpfen gegen einen übermächtigen Gegner.

Die heroisierende Darstellung des Arbeiteraufstandes steht exemplarisch für die Ikonisierung des Siegs der Sowjets im Russischen Bürgerkrieg. Wie Eisenstein arbeitet Dovzhenko mit der Montage harter Gegensätze und symbolhaltigen Bildern. In kontrastreichen Nachtaufnahmen wird aber auch seine Leidenschaft für den deutschen Expressionismus sichtbar. Der Film läuft im Doppelprogramm mit dem Dokumentarfilm OLEKSANDR DOVZHENKO: ODESKIY SVYTANOK/OLEKSANDR DOVZHENKO: ODESSA SUNRISE. WMH

Filmformat
DCP | s/w / b/w
Drehbuch
Oleksandr Dovzhenko
Kamera
Danylo Demutsky
Schnitt
Oleksandr Dovzhenko
Ausstattung
Oleksandr Dovzhenko
Musik
Igor Belza
Darsteller
Semen Svashenko, Amvrosi Buchma, Dmitri Erdman, Sergey Petrov, Mykola Kuchinsky, Mykola Nademsky
Produktion
VUFKU - All-Ukranian Photo Cinema Administration
Kontakt
National Film Archive - Oleksandr Dovzhenko National Centre
Vasylkivska str., 1
03040 Kiev
Ukraine
+38.44.20.16.54 3

o.prokopenko@dovzhenkocentre.org
Oleksandr Dovzhenko

Oleksandr Dovzhenko - geboren 1849 in der Ukraine, verstorben 1965 in Russland. Einer der wichtigsten sowjetischen Filmemacher. Vor seiner Karriere als Regisseur war er Soldat und Assistent in ukrainischen Botschaften. Die Dozhenko Film Studios wurden zu Ehren seines Lebens und seiner Leistungen posthum nach ihm benannt.

Filme
ZVENYHORA (1928)
ZEMLIYA (1930)
SHCHORS (1939)
MICHURIN (1948)
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