Sektion:

YEVA

YEVA

Anahid Abad
Armenien, Iran, 2017, 96 Min

Yeva ist gezwungen, mit ihrer Tochter Nareh aus Jerewan zu fliehen. Weil sie angeblich ihren Mann umgebracht hat, müsste sie dort vor Gericht. Onkel Ruben und das abgelegene Dorf in Berg-Karabach sind ihre letzte Chance zum Untertauchen. Doch die Dorfbewohner erkennen sie aus Kriegstagen wieder, als sie sich als Ärztin an der Front um die Verwundeten kümmerte.

Farabi Cinema Foundation

Die stete Flucht ist für Yeva und ihre Tochter schon zur Normalität geworden. Am Rande des Kriegsgebietes zwischen Armenien und Aserbaidschan findet sie zunächst eine sichere Zuflucht. Die Dorfgemeinschaft, die an den Kriegsfolgen leidet, nimmt das unbekannte Mutter-Kind-Paar herzlich auf. Doch die Neugier wird immer größer und man glaubt, Yeva früher schon einmal im Dorf gesehen zu haben. Als der Nachbarsjunge auf eine Miene tritt, muss sie sich als Ärztin outen.

Die in Teheran lebende armenischstämmige Regisseurin Anahid Abad zeichnet mit YEVA eine besonders starke Frauenfigur, die am Rande des Krieges ihre Unabhängigkeit sucht, trotz harter Schicksalsschläge nicht den Mut verliert und mit bewundernswertem Empathiegefühl ausgestattet ist. IB

Filmformat
DCP | Farbe / Colour
Drehbuch
Anahid Abad
Kamera
Hassan Karimi
Ton
Babak Ardalan, Mohammad Kashfi
Schnitt
Siavash Kordjan
Ausstattung
Behzad Kazazi
Musik
Vahan Artsrouni
Darsteller
Narina Grigorian, Shant Hovhanisian, Sergay Tovmasian, Vrejh Kasoni, Marjan Avadisyan,Roz Avadisova, Digran Davtian
Produzent
Taghi Ali Gholizadeh
Produktion
Tamasha Cultural Institute
Kontakt
Farabi Cinema Foundation
Raed Farid Zadeh
59 Sie Tir Ave
11358 Teheran
Iran
+98 21 66 74 78 26
fcf1@dpi.net.ir
www.fcf.ir
Anahid Abad

Anahid Abad - geboren 1969 in Teheran, Iran. Ihre Familie ist armenisch-stämmig. Bekannt ist sie vor allem als Regieassistentin vieler Filme iranischer Größen wie Alireza Davood Nejad oder Abolfazl Jalili. YEVA ist ihr Debütfilm als Regisseurin, der bereist zum Politikum wurde: Auf Bitten und Druck der aserbaidschanischen Regierung wurde eine Festival-Vorführung in der Türkei kurzfristig verboten.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok