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MIRA

MIRA

Denis Shabaev
Russland, 2018, 79 Min

Donbass hautnah. Aus gesundheitlichen Gründen musste Mira seinen Beruf als Bergarbeiter aufgeben. Nun schlägt sich der gebürtige Slowake in England mit kleinen Gelegenheitsjobs durchs Leben, kann aber nicht richtig Fuß fassen und fühlt sich überflüssig. Über Skype hat er eine Frau im Donbass kennengelernt. Er beschließt, nach Luhansk zu fahren.

New People Company

Miras Skype-Bekanntschaft Natasha bittet ihn, ihr dringend 200 Dollar zu schicken. Das Geld ist transferiert, doch Natasha hat nicht damit gerechnet, dass Mira persönlich in Luhansk auftaucht. Dort ist die Realität natürlich eine andere, aber Mira ist ein friedfertiger Mensch. Er widmet sich einer sehr speziellen Aufgabe: Symbole der Sowjetzeit wie Lenin- und Arbeiterdenkmäler zu restaurieren und zu pflegen. Schnell sind Mitstreiter gefunden.

In seinem zweiten Spielfilm experimentiert Denis Shabaev in vielerlei Hinsicht. Dokumentarisch inszeniert, fängt er die Atmosphäre in der Kriegsregion ein, die auf Außenstehende einen fast schon absurden Eindruck macht. Allein die Interpretation des Liedes „Besame Mucho“ sowie Miras Zimmer im Hotel „Zement“ wirken auf den Zuschauer wie Realsatire – wäre es nicht ein richtiger Krieg. Die Protagonisten sind Laiendarsteller, die im Wesentlichen sich selbst im Hier und Jetzt spielen. Das ausgeprägte Heldentum jedoch wird durchaus kritisch betrachtet und aufs Korn genommen. MM

Filmformat
DCP | Farbe / Colour
Drehbuch
Denis Shabaev
Kamera
Irina Shatalova
Ton
Oleg Pertsovskiy
Schnitt
Denis Shabaev
Ausstattung
Valeriy Arkhipov
Musik
Makhail Nozhkin
Darsteller
Miroslav Rogach, Alexandr Zaslavskiy, Arkhip Petrov, Nataliya Starodubtseva, Irina Mitkevich, Dimtriy Vatulin
Produzent
Natalya Mokritskaya, Ulyana Saveleva, Mila Rozanova
Produktion
New People Company
Kontakt
New People Company
Natalia Mokritzkaya,
+7 926 24 53 625
mok69@mail.ru
Denis Shabaev

Denis Shabaev - geboren 1980 in Moskau, UdSSR. Er studierte zwei Jahre Dokumentarfilmregie an der Moskauer Filmuniversität VGIK. 2013 erhielt er seinen Abschluss an der Moscow School of Documentary Film and Theatre, gegründet von Marina Razbezhkina and Mikhail Ugarov. Seine Dokumentarfilme wurden u.a. beim GoEast Festival in Wiesbaden und beim Kinotavr Festival in Sotchi ausgezeichnet.

Filme
VMESTE (2014, doc, short)
CHUZHAYA RABOTA (2015, doc)
20:17 (2017, short, FFC 2017)
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