Sektion: Spotlight: Montenegro

LEPOTA POROKA

SCHÖNHEIT DER SÜNDE

Živko Nikolić
Jugoslawien (Serbien), 1986, 105 Min

Die junge Jaglika heiratet den traditionsbewussten Luka. Die beiden ziehen ans Meer, wo sie Arbeit in einem FKK-Hotel gefunden hat. Mit den Touristen sind lockere Sitten eingezogen – Jaglika verfällt der Schönheit der Sünde. Um seine Ehre wiederherzustellen, müsste Luka sie ins Heimatdorf zurückbringen und töten. Doch auch er hat sich verändert. Kult-Tragikomödie über den Wandel von Moralvorstellungen.

Performance

2019-11-06 | 12:00 Uhr
Glad-House

In der rauen Berglandschaft ist es Sitte, dass der Ehemann der Braut in der Hochzeitsnacht ein Tuch über das Gesicht legt. Und wenn die Ehefrau untreu wird, muss er sie aus dem Dorf bringen und dort mit einem Hammer erschlagen. An der Küste herrscht hingegen eine ganz andere Moral. Denn der Tourismus bringt Devisen nach Jugoslawien. Besonders die Nacktbadestrände ziehen unzählige Begeisterte aus aller Welt an. Jaglika bewegt sich zunächst keusch und unnahbar zwischen den Touristen, aber dann lockert sich ihre Moral: Sie verfällt einem nackten Engländer und hat Gruppensex. Ehemann Luka bringt sie zurück ins Heimatdorf, um sie nach altem Brauch umzubringen, doch auch er kommt ins Nachdenken. Dramatische, oft schwarzhumorige und zuweilen recht „dralle“ Tragikomödie über den Zusammenprall von Tradition und Moderne und die Auswirkungen des Tourismus auf die Veränderung von Moralvorstellungen. WMH

Filmformat
DCP | Farbe / Colour
Drehbuch
Živko Nikolić
Kamera
Radoslav Vladić
Ton
Svetislav Ristić
Schnitt
Zoltan Wagner
Ausstattung
Miodrag Mirić
Musik
Zoran Simjanović
Darsteller
Mira Furlan, Milutin Karadžić, Petar Božović, Alain Noury, Ines Kotman
Produzent
Milan Žmukić
Živko Nikolić

Živko Nikolić - geboren 1941 in Ozrinići, nahe Montenegros zweitgrößter Stadt Nikšić. Er lebte vor allem in Belgrad (Sebien/Jugoslawien), wo viele seiner Dokumentarfilme entstanden. Das 29. FFC zeigt fünf davon in einer kleinen Retrospektive. Er realisierte außerdem mehrere Spiel- und Fernsehfilme sowie -serien. 2001 verstarb Nikolić in Belgrad, heute Serbien.

Filme
MARKO PEROV (1975, doc, short)
UNSEEN WONDER (1984)
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