Start der Filmreihe „Sinti und Roma im europäischen Film“

Django Reinhardt (Reda Kateb) beim Konzert
Django Reinhardt (Reda Kateb) beim Konzert © Roger Arpajou/Weltkino

Am Donnerstag, 19.10., startet mit „Django“ die dritte Filmreihe „Sinti und Roma im europäischen Film“ – veranstaltet von der Evangelischen Akademie zu Berlin. Im Mittelpunkt der Reihe stehen Selbst- und Fremdbilder von Sinti und Roma in ihren filmästhetischen und politischen Aspekten. In diesem Jahr diskutieren Gäste aus Film, Politik, Kunst und Selbstorganisationen mit dem Publikum insbesondere die Arbeiten von Regisseuren und Schauspielern aus der Community, die am ersten Abend von musikalischen Beiträgen des Dotschy Reinhard Trios gerahmt werden.

Bernd Buder, Programmdirektor des FilmFestival Cottbus, ist am 26.10. als Gesprächspartner zu Gast bei der Vorführung des Films „Aferim“ (Silberner Bär für die Beste Regie Berlinale 2015).

Die insgesamt fünf Filme verschiedener Genres werfen Aufarbeitungsfragen der Kinder und Enkel der Verfolgungsopfer des Nationalsozialismus auf und reflektieren Filme als Mittel der Arbeit gegen Rassismus gegen Roma und Sinti. Die Folgen der NS-Verfolgung, der fehlenden Bearbeitung nach 1945, die bleibende Verfolgung und die anhaltende Diskriminierung sind in diesen Filmen zu finden; auch Lebensrealitäten, die sich nicht auf den ersten Blick in diesem Kontext erschließen, Widerständiges, Suchendes, Eigenes und Fremdes mit einer Perspektive auf Befreiung von Rassismus, Ausgrenzungen und Negativ-Zuschreibungen.

Termine der Filmreihe „Sinti und Roma im europäischen Film“:

„Django“: 19. Oktober, 18 Uhr, Haus der EKD (Charlottenstr. 53, Berlin) 
„Aferim“: 26. Oktober, 19 Uhr, Französische Friedrichstadtkirche (Gendarmenmarkt 5, Berlin)
„Latcho Drom“: 2. November, 19 Uhr, Haus der EKD
„JOŽKA“ und „Dui Rroma“: 9. November, 19 Uhr, Haus der EKD

Weitere Informationen im Netz bei der Evangelischen Akademie zu Berlin


Info
Beim 23. FFC 2013 hieß es „Dikhen!“ (Romanes: „Schaut hin!“). Der Fokus beleuchtete mit 21 kurzen und langen Spiel- und Dokumentarfilmen die Situation der Sinti und Roma aus der Fremd- und Eigenperspektive. 
Informationen dazu im Filmarchiv FOKUS 2013.

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