Festivalprofil

Das FilmFestival Cottbus (FFC)  ist eines der international führenden Festivals des osteuropäischen Films. Es gibt einen einzigartigen Überblick über das aktuelle Filmschaffen Mittel- und Osteuropas, vom leisen Autorenkino über den Politthriller bis zum knalligen Blockbuster, von der romantischen Komödie über märchenhafte Kinderfilme bis zur intimen Coming-of-Age-Geschichte.

Das FilmFestival Cottbus  findet wieder vom 7. bis 12. November 2023 statt.

Das 1991 gegründete Festival fokussiert sich auf Spielfilme aus den Nachfolgestaaten derehemals sozialistischen Länder einschließlich aller Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion und ihren wirtschaftlich und kulturell eng verbundenen Nachbarländern Finnland, Griechenland und Türkei. Das FFC ist ein Zuschauerfestival und mit dem Koproduktionsmarkt connecting cottbus ein Branchentreffpunkt für das mittel‐ und osteuropäische Kino.

Kinoatmosphäre @Goethe

Das FFC zeigt ausgewählte Filme und ermöglicht ihnen einen Zugang zum Markt. Programmdirektor Bernd Buder und sein Team sind ganzjährig auf Festivals zu Gast, auf der Suche nach Filmen für das FFC.  Beim Festival geht es in erster Linie um herausragende Filme, aber auch darum Talente zu stärken, die Neugier auf Osteuropa zu  wecken, gängige Klischees zu  hinterfragen und den Dialog zwischen und mit osteuropäischen Filmschaffenden zu  fördern. Fast nach jedem Film gibt es deshalb spannende Filmgespräche (Q&A's). Netzwerktreffen bieten außerdem Möglichkeiten zum Austausch zwischen Filmschaffenden und Branchenvertretern.

Lubina 29FFC (c) Florian Broecker

Vier Wettbewerbe und weitere länder- und themenspezifische Programmsektionen bieten dem Publikum die einzigartige Möglichkeit, Produktionen aus Ost- und Mitteleuropa zu sehen, die in Cottbus oftmals ihre Welt-, internationale oder deutsche Premiere erleben.

Im Mittelpunkt stehen die Wettbewerbe um den besten Spielfilm, den besten Kurzfilm und der Wettbewerb um den besten Jugendfilm. Am Abend vor der feierlichen Eröffnung im Staatstheater werden bei der LausitzerFilmschau die ersten Preise vergeben. Insgesamt werden auf dem FilmFestival Cottbus fünfzehn Preise vergeben, die mit einem Gesamtwert in Höhe von mehr als 60.000 Euro dotiert sind. Eine prominent besetzte Internationale Festivaljury vergibt den Hauptpreis für den besten Spielfilm, den Spezialpreis für die beste Regie sowie die Preise für herausragende darstellerische Leistungen – alle erhalten zusätzlich zum Preisgeld die begehrte Preisskulptur LUBINA (sorbisch: die Liebreizende).

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat dem 32. FilmFestival Cottbus bereits ein anderes Gesicht, eine andere inhaltliche Ausrichtung gegeben und dennoch oder gerade aus diesem traurigen Anlass die Bedeutung der Kultur, die Wichtigkeit des Dialoges unterstrichen. Das FilmFestival Cottbus hat sich klar positioniert und hat in 2022 die Zugehörigkeit der Ukraine zur europäischen Filmfamilie und zur Cottbuser Festivalseele dokumentiert, indem in jeder möglichen Programmsektion mindestens ein ukrainischer Beitrag integriert wurde. 2022 gab es erstmals den ukrainischen Tag, diesen wird es auch in 2023 geben.

Neben den vier Wettbewerben gibt es die folgenden Sektionen in jedem Festivaljahr: In der neuen Sektion EcoEast werden Filme zu ökologischen Themen und Nachhaltigkeit gezeigt. In Hits laufen Filme, die beim Publikum ihrer Produktionsländer echte Hits sind. Im Spectrum werden Filme gezeigt, die im Gedächtnis bleiben, weil sie alles andere als durchschnittlich sind. Heimat | Domownja | Domizna  iste die Plattform für sorbische Filme. Kids im Kino ist Kino für Kinder zwischen drei und fünf Jahren. Lesen Sie hier mehr zu den Sektionen des FFC.

2023 wird es außerdem wieder ein ausgewähltes Land im sogenannten Spotlight geben. In den Specials werden wieder ausgewählte Filmreihen gezeigt.

FFC 4cMarke
Das FilmFestival Cottbus wurde 1991 gegründet. Cottbus liegt als Tor zum Osten in unmittelbarer Nähe zum polnischen Nachbarn in der zweisprachigen (deutsch/sorbischen) Region Lausitz im Bundesland Brandenburg. Die etwa 100.000 Einwohner zählende Stadt 120 km südöstlich von Berlin wird jedes Jahr im Herbst zum wichtigsten Anlaufpunkt für internationale und nationale Filmgäste sowie Freunde des mittel- und osteuropäischen Films. Hier treffen Regie-Altmeister und Oscar-Preisträger auf Nachwuchstalente, osteuropäische Shootingstars auf deutsche Schauspielkollegen, mischt sich internationales Flair mit familiärer Festivalatmosphäre.
 
"The Eastern German event is the premiere film festival for Eastern European cinema", bilanzierte das führende US-amerikanische Branchenblatt The Hollywood Reporter. Die stetig steigende Resonanz aus dem In- und Ausland bestätigt diese positive Einschätzung. In Stadt und Region ist das Festival inzwischen als größtes internationales Kulturereignis fest verankert.

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