Sektion: Wettbewerb Spielfilm

Zoologiya

Zoologie

Ivan I. Tverdovskiy
Russland, Frankreich, Deutschland, 2016, 87 Min

Wie einst Gregor Samsa bei Kafka, so sieht sich die Zoo-Angestellte Natascha eines Tages in eine Art Tier verwandelt. Jedenfalls wächst ihr ein Schwanz, der so manchen Zeitgenossen erregt, Kleinbürgerinnen-Seelen verunsichert, Party-Tänzer schreckt sowie Kirche und Medizin eher hilflos aussehen lässt.

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Natascha arbeitet für einen Tierpark. Vor ihren Kolleginnen, die sie nicht für voll nehmen, kollabiert sie; ihrer Mutter, mit der sie noch zusammen lebt, verheimlicht sie was und erst beim Röntgen kommt die volle Wahrheit ans Licht: Ihr wächst ein Schwanz. Allerdings kann der Röntgenologe damit ganz gut leben und so eröffnet sich der „ins Alter kommenden Jungfer“ ausgerechnet auf dem Höhepunkt ihrer nun auch sichtbar werdenden gesellschaftlichen Entfremdung die Chance auf ein groteskes Dasein in der Liebe.

Wenn man möchte, kann man Tverdovskiys ZOOLOGIYA als Komödie oder surreale Farce betrachten, die von leicht abwegigen Sexual- oder Teufelspraktiken, einem maroden medizinischen System und dem Scheitern der Kirche erzählt. Und doch hat der junge russische Regisseur, der schon in KLASS KORREKTSII die Figur einer weiblichen Außenseiterin skizziert hat, auch eine Revision dessen im Sinn, was sich soziale Normalität nennt. BW

Filmformat
DCP | Farbe / colour
Drehbuch
Ivan I. Tverdovskiy
Kamera
Alexander Mikeladze
Ton
Frédéric Théry
Schnitt
Ivan I. Tverdovskiy, Vincent Assmann
Darsteller
Natalia Pavlenkova, Dmitri Groshev, Irina Chipizhenko, Maria Tokareva
Produzent
Natalia Mokritskaya, Mila Rozanova, Uliana Savelieva, Guillame de Seille, Esther Friedrich, Alex Weimer, Maria Lavnikovich
Produktion
New People Film Company
Co-Produktion
MovieBrats Pictures, Arizona Productions
Kontakt
New Europe Film Sales
Jan Naszewski
Ul. Czerniakowska 73/79
00-718 Warsaw
Poland
Tel: +48.600.17.32 05
jan@neweuropefilmsales.com
www.neweuropefilmsales.com
Ivan I. Tverdovskiy

Ivan I. Tverdovskiy - geboren 1988 in Moskau, UdSSR. Er studierte am Gerassimow-Institut für Kinematographie (WGIK) und erntete internationales Lob für seine Kurzdokumentarfilme. Sein Debütfilm KLASS KORREKTSII wurde auf dem FilmFestival Cottbus 2014 mit drei Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Hauptpreis für den Besten Film.

Filme
SLOVNO ZHDU AVTOBUSA (2009, short, doc)
PIANIZM (2012, doc)
SOBACHIY KAYF (2013, short, doc)
KLASS KORREKTSII (2014, Cottbus 2014)
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