Sektion: Specials

Nikt nie woła

Niemand Ruft

Kazimierz Kutz
Polen, 1960, 86 Min

Eine Stadt in Niederschlesien kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Im entvölkerten deutschen Habelschwerdt, jetzt Zielno, kommen überfüllte Züge mit polnischen Umsiedlern an. Mit ihnen der junge Bożek. Er will nach dem Krieg hier endlich wieder Frieden finden. Mit etwas Glück könnte ihm die adrette Lucyna dabei helfen.

Kadr Studio

Züge bis aufs Dach voll mit polnischen Umsiedlern: Nach Ende des Zweiten Weltkrieges werden Polen massenhaft von Ost nach West transportiert, um die nach den Grenzverschiebungen entvölkerten deutschen Gebiete neu zu besiedeln. Einer der Passagiere ist der junge Bożek. Im Gewühl des Bahnhofs lernt er Lucyna kennen – seinen Hoffnungsschimmer, der zur neugewonnen Hütte passen könnte. Doch dies wäre zu einfach. Denn Bożek ist auf der Flucht: noch bis vor kurzem Kämpfer der Heimatarmee gegen die Nazis, will er jetzt nicht auf die „Roten“ schießen.

Ein Thema, dass auch heute in Polen heiß diskutiert wird. Die ständige Angst immer im Nacken lässt Bożek nicht zur Ruhe kommen. Kazimierz Kutz behandelt hier nicht nur ein wichtiges Sujet der polnisch-deutschen Geschichte, sondern legt ein Meisterwerk á la Nouvelle Vague hin. Die schwarz-weißen Bilder, der Ton und Schnittrhythmus bilden, vor maroder Nachkriegskulisse, eine optisch-akustische Symbiose. JG

Filmformat
DCP | s/w / b/w
Drehbuch
Józef Hen
Kamera
Jerzy Wójcik
Ton
Stanisław Piotrowski
Schnitt
Irena Choryńska
Ausstattung
Jarosław Świtoniak
Musik
Wojciech Kilar
Darsteller
Zofia Marcinkowska, Henryk Boukołowski, Barbara Krafftówna, Halina Mikołajska, Aleksander Fogiel, Ryszard Pietruski
Produzent
Kadr Studio
Produktion
Kadr Studio
Kontakt
Film Studio KADR
Ul. Puławska 61
02-595 Warsaw
Polen
Tel.: +48.22.845.49 23
studio@kadr.com.pl
www.sfkadr.com
Kazimierz Kutz

Kazimierz Kutz - geboren 1929 in Katowice-Szopienice, Polen. 1949 begann er ein Studium an der Filmhochschule Łódź und arbeitete nach Studienabschluss 1954 als Regieassistent von Andrzej Wajda. Seine über zwanzig Spielfilme thematisieren oft seine Heimat Schlesien. Kutz inszenierte Theaterstücke, schreibt Romane und war zudem Politiker im polnischen Senat und Parlament.

Filme
KRZYŻ WALECZNYCH (1959)
SÓL ZIEMI CZARNEJ (1970)
PERŁA W KORONIE (1972)
PACIORKI JEDNEGO RÓŻAŃCA (1979)
ŚMIERĆ JAK KROMKA CHLEBA (1994)
PUŁKOWNIK KWIATKOWSKI (1995)
SŁAWA I CHWAŁA (1997)

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