Sektion: Close Up WWII

Izaokas

ISAAC

Jurgis Matulevičius
Litauen, Ukraine, 2019, 100 Min

Ein Kriegsverbrechen aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein Künstler, der im Litauen der Sowjetzeit einen Film darüber machen will. Stammt das Drehbuch von einem der Täter? Faszinierende Geschichtsaufarbeitung zwischen Kalter-Kriegs-Thriller, kontemplativer Studie über die Grenzen der Trauerarbeit und den seelischen Bankrott nach der Shoah.

Performance

2020-12-10 | 13:00 Uhr
Obenkino

1964. Der aus dem westlichen Exil heimgekehrte Regisseur Gutauskas möchte einen Spielfilm über das „Garagenhof-Massaker“ von Kaunas drehen, bei dem im Juni 1941 Zivilisten unter Aufsicht von Wehrmachtsoldaten zahlreiche Juden ermordeten. Das Drehbuch ist so realistisch, dass Gutauskas als möglicher Mittäter ins Visier des KGB gerät. Auch der Tatortfotograf Gluosnis hütet ein Geheimnis über diese Zeit. Erinnerung, Schuld und Paranoia halten die Figuren des Films fest im Bann.  

„Du bist nichts ohne deine Erinnerungen.“ Was Gutauskas als Segen meint, ist seinem Umfeld schon lange zum Fluch geworden. In gestochenen Schwarzweißbildern bricht das Gestern über die Gegenwart herein. Jurgis Matulevičius ist mit seiner Verfilmung einer Kurzgeschichte von Antanas Škėma ein vielschichtiges Spielfilmdebüt über persönliche und kollektive Kriegstraumata gelungen. Er unternimmt auf düstere, faszinierende Weise Geschichtsaufarbeitung und verknüpft dabei filmische Genres genauso wie historische Epochen. KS

Jurgis Matulevičius

Jurgis Matulevičius -

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