Erfrischend, überraschend und attraktiv – Türkische Filme beim 31. FilmFestival Cottbus

Noch bis zum Sonntag gewährt das 31. FilmFestival Cottbus erstmalig einen ausgiebigen Blick auf das aktuelle türkische Kino und präsentiert insgesamt 15 spannende, bildgewaltige und völlig unterschiedliche Spiel- und Kurzfilme zwischen politischem Druck und künstlerischer Emanzipation.

Das aktuelle türkische Kino bleibt, trotz allem, diskursfreudig und künstlerisch überraschend. Mit psychologischem Feingefühl und unvorhergesehenen Wendungen werden aktuelle Entwicklungen, historische Bezüge und persönliche Brüche thematisiert – nachdenklich, bildstark, punktgenau, über die Grenzen zwischen Mainstream, Genrefilm und Arthauskino hinweg. Noch bis zum Sonntag zeigt das 31. FilmFestival Cottbus sieben dieser insgesamt 15 - vorrangig in der Sektion Close Up TR - kuratierten Filme in seinem Programm, darunter der U18-Wettbewerbsbeitrag GERANIUM | SARDUNYA von Çağil Bocut (Türkei, Deutschland 2021), Nesimi Yetik´s IT'S ALL ABOUT PEACE AND HARMONY | DIRLIK DÜZENLIK (Türkei 2019) oder LOVE, SPELLS AND ALL THAT | AŞK, BÜYÜ VS. des renommierten Regisseurs Ümit Ünal. Und auch im Anschluss an das Festival hat man noch bis zum 16. November die Möglichkeit einiger dieser Filme im Stream zu sehen.


Noch heute arbeiten Regisseure, die mit ihren Arthausfilmen auf renommierten A-Festivals reüssieren, an zentraler Stelle in kommerziellen Produktionen oder in der TV-Serien-Industrie mit. Das sogenannte Mainstream-Kino produziert zwar jede Menge burleske Komödien und Historienepen, dreht sich aber auch um Themen wie Gentrifizierung, Korruption und Gender-Fragen. „Das türkische Kino zeichnet sich durch eine beeindruckende Genrevielfalt aus. Hier die Erben der Autorenfilmer-Generation, dort die publikumsnahe Schule: Gegenwärtige türkische Filmemacher inszenieren ernste Themen mit leichter Hand, verhandeln Moralvorstellungen im Genre-Format, variieren traumwandlerisch folkloristische Motive, reflektieren familiäre Verwerfungen mit schräger Frische und gesellschaftliche Einschnitte mit stiller Wut“, erklärt FFC-Programmdirektor Bernd Buder.


Einer der prominesten Vertreter der türkischen Filmindustrie, die Cottbus in diesen Tagen einen Besuch abstatten, dürfte der Schauspieler Umut Karadağ sein. Der 1971 in Ankara geborene Karadağ ist in mehr als 25 TV- und Streaming Serien zu sehen und spielte zuletzt die Hauptrolle im Film COMMITMENT HASAN von Semih Kaplanoğlu, der seine Weltpremiere in diesem Jahr bei den Filmfestspielen von Cannes in der Sektion Un Certain Regard feierte. Beim 31. FilmFestival Cottbus gehört Umut Karadağ der fünfköpfigen Internationalen Festivaljury an und entscheidet am Samstag über die Vergabe der drei Hauptpreise mit dazugehöriger Preisskulptur LUBINA.

CLOSE UP TR wird unterstützt von der Bundeszentrale für politische Bildung.

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