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How Far is Close

How Far is Close

Inga Pylypchuk
Deutschland. Ukraine, 2023, 32 Min

„1986 bekam sie mich, 2022 bekam ich sie.“ Seit 15 Jahren lebt Inga in Berlin, nun kommt ihre Mutter auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine hinterher. Über den Alltag in einem Krieg, der fern und nah zugleich ist, zwischen Fisch kaufen, Deutsch lernen, von Putins Tod träumen und aufwachen.

Verborgene Schätze auf alten Videokassetten: In flackernden Aufnahmen strahlen Inga und ihre Cousine als kleine Kinder – singend, tanzend, lachend. Es sind glückliche Momente einer Familie, die seit jeher mit Herausforderungen konfrontiert ist. Denn Flucht ist für Inga und ihre Mutter Olga nichts Neues: bereits 1986 musste Olga hochschwanger vor der radioaktiven Strahlung nach der Tschernobyl-Katastrophe fliehen. Jahre später herrscht Krieg in der Ukraine. Nun ist es Inga, die um das Leben ihrer geliebten Mutter bangen muss, denn sie selbst lebt seit 15 Jahren sicher in Berlin. Als der Krieg die beiden wieder zusammenführt, kommt es zu einem faszinierenden Rollentausch. „1986 bekam sie mich, 2022 bekam ich sie.“ Inga wird zur Stütze für Mutter, Tante, Cousine und Neffen, bringt ihnen Deutsch bei und zeigt ihnen das Leben in der fremden Stadt.

Text: Tiana Hsu

 

Der Film wird in der Originalsprache und mit englischen Untertiteln gezeigt und simultan ins Deutsche übersetzt. Kopfhörer, gibt’s kostenfrei gegen Abgabe eines Pfandes im Kinofoyer.

Drehbuch
Inga Pylypchuk
Kamera
Inga Pylypchuk, Mika Rusche
Ton
Danylo Okulov
Schnitt
Daryna Mamaisur
Darsteller
Olha Yelisieieva
Inga Pylypchuk
Halyna Lastovenko
Anna Lastovenko
Heike Winkel
Produzent
Inga Pylypchuk
Co-Produktion
filmArche (selbstorganisierte Filmschule in Berlin)
Inga Pylypchuk

Inga Pylypchuk - geboren 1986 in Kyjiw (Ukraine), lebt und arbeitet als Dokumentarfilmemacherin und Journalistin in Berlin. Zwischen 2013 und 2019 schrieb sie aus Berlin und Kyjiw u.a. für "Die Welt", "Welt am Sonntag", "Focus" und ostpol, das Magazin der Medien-NGO n-ost. 2017 hat Inga Pylypchuk angefangen im Dokumentarfilm zu arbeiten: Als Ko-Autorin, Aufnahmeleiterin und Regieassistentin des Films „Anja und Serjoscha“ (2018, von Ivette Löcker für 3sat, „Ab18!“). Zwischen 2019 und 2022 arbeitete sie als Ko-Autorin des Films "Generation Euromaidan – Sehnsucht nach Demokratie" von Kristof Gerega (ZDF, „Das kleine Fernsehspiel“, ausgezeichnet mit dem Publikumspreis beim Deutschen Dokumentarfilmpreis 2023). Seit 2019 studiert sie Dokumentarfilmregie an der filmArche in Berlin. 2021 lief ihr erster essayistischer Kurzfilm „pandemic dreams“ auf dem Berlin Short Film Festival.

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