Festivalblog Samstag, 8. November

Festivalblog Samstag, 8. November

Der Samstag beim FilmFestival Cottbus

Der Samstag beim 35. FilmFestival Cottbus steht ganz im Zeichen der Ukraine. Der Krieg ist nicht vorbei, und noch immer mehren sich die Berichte über Angriffe, Zerstörung und Leid. Der Ukrainische Tag widmet sich in eindringlichen, oft zutiefst persönlichen Filmen den Menschen, die tagtäglich mit den Folgen des Krieges leben. Auch in diesem Jahr lädt das FFC Geflüchtete aus der Ukraine dazu ein, diesen besonderen Tag bei freiem Eintritt mitzuerleben.

Für Familien läuft im Glad-House um 10 Uhr der Film DETECTIVE BRUNO UND DAS BALTISCHE GOLD von Magdalena Nieć und Mariusz Palej. Oskar freut sich auf die Sommerferien mit seinem Freund Bruno, einem Schauspieler, der plötzlich ein Angebot aus Hollywood erhält. Doch als eine geheimnisvolle Schatzkarte auftaucht und Oskars Schwester verschwindet, beginnt für die beiden ein turbulentes Abenteuer.

DETECTIVE BRUNO. BALTIC GOLD (c) Karolina Grabowska

Ab 12 Uhr heißt es in der Kammerbühne „12 Uhr mittags – Das radioeins Filmmagazin“. Filmkritiker Knut Elstermann spricht live mit Gästen über aktuelle Wettbewerbsfilme, Festivalmomente und persönliche Highlights . Das Publikum ist herzlich eingeladen zuzuschauen.

Um 12:30 Uhr, läuft in der Kammerbühne LIFE AND LOVE von Helen Takkin, ein aufwendig inszeniertes Historiendrama aus Estland. Die junge Irma verlässt 1933 ihr Heimatdorf, um in der Stadt ein neues Leben zu beginnen. Zwischen Bohème und gesellschaftlichem Druck entspinnt sich eine zerstörerische Liebesgeschichte – ein präzises, visuell beeindruckendes Werk über Leidenschaft und Selbstbestimmung in bewegten Zeiten.

LIFE AND LOVE (c) FFC

Um 14:30 Uhr lädt das Obenkino zum Talk „Eine biografische Spionagegeschichte – Realität und Fiktion“ ein, das von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit unterstützt wird. Ausgangspunkt sind die Filme DER DOPPELGÄNGER und IM NAMEN DES SOHNES die beide auf einem realen Spionagefall aus der Zeit des Kalten Kriegs basieren. Im Anschluss wird diskutiert, wie das Kino zwischen Dokumentation und Fiktion Geschichten erzählt, die zu unglaublich sind, um erfunden zu sein.

 DOPPELGANGER Fot Jaroslaw Sosinski fotos nr 1460

Am Nachmittag stehen um 15:30 Uhr im Weltspiegel die TRANSYLVANIAN SHORTS auf dem Programm. Sechs Kurzfilme zeigen die ganze Bandbreite des jungen Kinos – fantasievoll, humorvoll und mit eigenwilligem Blick auf die Welt.

Um 16:15 Uhr läuft im Weltspiegel Saal 2 HONEYMOON von Zhanna Ozirna, ein intensives Kammerspiel über ein frisch verheiratetes Paar, das in der Nacht vor Kriegsbeginn plötzlich von der russischen Armee umzingelt ist. Zwischen Liebe, Angst und Überlebenswillen entsteht ein zutiefst menschlicher Film über die Zerbrechlichkeit des Alltags.

HONEYMOON (c) Ira Nirsha and Roman Lutskyi

Um 20:45 Uhr feiert THE LAST PROMETHEUS OF DONBAS von Anton Shtuka im Weltspiegel Saal 3 Weltpremiere. Der Film begleitet Arbeiterinnen und Arbeiter eines Wärmekraftwerks in der Frontstadt Kurakhove, die trotz Bomben und Gefahr bleiben, um ihr Land mit Energie zu versorgen – ein erschütterndes, aber hoffnungsvolles Zeugnis menschlicher Standhaftigkeit.

THE LAST PROMETHEUS (c) FFC

Um 21:30 Uhr schließt TEMO RE von Anka Gujabidze im Weltspiegel Saal 2 den  Tag mit einer eindrucksvollen visuellen Studie ab. Der in schwarz-weiß gedrehte Film zeigt die georgische Hauptstadt Tbilisi aus der Perspektive eines Motorradkuriers, der auf seinen Fahrten ein ganzes Panorama urbanen Lebens offenbart.

TEMO RE (c) FFC

Als FFC-Abschlussparty verwandelt sich das Glad-House ab 22 Uhr in die Bühne der Uni Fete – Wo Vielfalt tanzt.  Mit zwei Floors, fünf DJs und einer Mischung aus Hip-Hop, R’n’B, Pop, Latino, Afro, 90er/2000er und einem eigenen Techno-Floor wird die Uni Fete zum großen Finale des Festivals – eine Nacht voller Musik, Energie und Gemeinschaft. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Tickets sind  online und an den Festivalkassen der Spielstätten erhältlich.